Highlights

Die “Projekt Wines“ umfassen alle Weine mit dem Etikett “Niepoort Projects“, die Experimente in der Douro-Region oder in Vila Nova de Gaia sind, aber auch Weine, die in Partnerschaft mit anderen Herstellern gemacht werden, wie Doda, mit Álvaro de Castro aus der Dão-Region, OmLet, zusammen mit dem spanischen Hersteller Telmo Rodriguez in der Douro-Region gemacht, Ultreia, mit dem spanischen Hersteller Raul Perez ebenfalls in der Douro-Region hergestellt, die Weine Muhr van der Niepoort, in Österreich produziert, in Zusammenarbeit mit Dorli Muhr, Cape Charming und Cape Fortified, in Südafrika produziert mit Eben oder Ladredo, aus Ribera Sacra (Spanien).

Diese Projekte sind Experimente mit einer sehr geringen Produktion, bei denen Niepoort verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, um andere Weinstile zu erschaffen. Die Ergebnisse werden anschließend mit den Weinliebhabern geteilt. Die ersten Schöpfungen waren für die Douro-Region eher ungewöhnlich: Chardonnay, Spätlese und Riesling.

Ein moderner Wein nach altem Stil.

Ein Wein voller Charakter, widerspruchsvoll.

Technisch gesehen eine Katastrophe, aber voller Leidenschaft und Ausdruck.

Wild in der Nase, mit Tönen von Reduktion.

Eine unglaubliche Leichtigkeit am Gaumen.

Fein, elegant, seh langer Abgang.

"Aber was um Himmels willen ist eigentlich der Clos de Crappe?"

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erblickte eine Kreation das Licht der Welt und läutete damit eine der faszinierendsten Kapitel in der Geschichte der portugiesischen Weine ein. Es wurde ein Wein, der zur Ikone und zum Ziel der Begierde aufstieg, und dies umso mehr, als er mit Absicht aus dem Scheinwerferlicht ferngehalten wurde.

Sein Schöpfer, Alexandre de Almeida, entwickelte das Konzept eines Luxushotels mit eigener Weinkellerei und eigenem Wein. So entstanden die großen Weine von Buçaco. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt uns die Bedeutung dieser Ikone, die Königen, Königinnen und Staatsoberhäuptern serviert wurde, wie die alten Speisekarten belegen, die im Hotel Palace Buçaco voller Stolz aufbewahrt werden. Die Weine von Buçaco wurden so zu Kultobjekten, die nur einem kleinen, elitären Kreis vorbehalten waren.

Buçaco-Weine werden auch heute noch genauso vinifiziert wie früher. Ihre „Traubenmischung“ aus den Regionen Dão und Bairrada war und ist ein Garant für einen genialen Wein, dem Flaschenreife weitere Noblesse verleiht. Die bis heute unverändert gebliebenen, edlen Etiketten sind ebenso Zeugen seines noblen Stammbaums und seiner Herkunft.

Einen Buçaco zu trinken gleicht einer Zeitreise. Diesen faszinierenden Wein, vom Visionär Alexandre de Almeida erschaffen, sollten Weinliebhaber zumindest einmal in ihrem Leben probiert haben.

Der Dócil, früher „Girosol“ genannt, ist das Ergebnis von Bestrebungen, einen Vinho Verde zu produzieren, der ausgewogen und komplett ist und mit seiner lebhaften Säure die Region widerspiegelt. Hierbei setzen wir ausschließlich auf die Rebsorte Loureiro.

Dieser Loureiro stammt aus dem Lima-Tal – einer Herkunft par excellence für diese Rebsorte, die hier auf Granitböden wächst. Das ausgeprägte aromatische Profil dieser Rebsorte wird vor allem durch frische, blumige Aromen unterstrichen.

Von einer Idee seines Vaters Rolf Niepoort inspiriert, setzte sich Dirk mit Álvaro de Castro zusammen, um den „perfekten Wein“ zu kreieren. Der innovative Ansatz bestand in der Verbindung von zwei verschiedenen Weinbaugebieten, Dão und Douro. Die Komposition der verschiedenen Eigenschaften der beiden Regionen ergab einen ausdrucksstarken Wein, der mit der Frische und Eleganz des Dão und der Konzentration der Tannine und Finesse des Douro punktet.

Der erste Doda erschien 2000 und bestand zu 50% aus Trauben von der Quinta da Pellada im Dão sowie zu 50% aus Trauben von der Quinta do Carril im Douro-Tal. Die Bereitung des Weins war eigentlich der einfachste Teil des Prozesses, die wahre Herausforderung bestand darin, alle rechtlichen Hürden im Zusammenhang mit der Genehmigung des Etiketts zu überwinden. Als „Tafel“-Wein durfte der Wein Folgendes nicht erwähnen: die Herkunftsregionen, das Erntejahr, das Jahr der Abfüllung oder die Geschichte des Weines...

Das Ergebnis war allerdings ein außergewöhnlich duftiger Wein, mit Aromen von Himbeeren, einer großen Fülle und Frisch am Gaumen, mit festen Tanninen, lebendiger Säure und einem cremigen Finish.

Der Doda wurde in den Jahren 2000, 2001, 2002, 2003 und 2004 nur für den portugiesischen Markt produziert. Seit dem Jahr 2005 ist er auch auf dem internationalen Markt verfügbar.

Das ständige Streben nach Herausforderungen und der Wunsch, Neues zu lernen, führten Dirk Niepoort in die wunderschöne und beeindruckende Region Ribeira Sacra in Galicien. Mit der Unterstützung eines ortskundigen spanischen Winzers wurde ein geschichtsträchtiger Weinberg an den Hängen des Flusses Sil ausfindig gemacht. Der „Ladredo“ genannte Weinberg wird mit Steinmauern gestützt und ist nach Osten ausgerichtet. In gewisser Weise ist die Ribeira Sacra der Douro-Region sehr ähnlich: wild, mit terrassierten Weinbergen auf Schiefergestein und sehr alten Reben. Die wichtigste Rebsorte der Region ist die rote Mencía, die ein sehr interessantes Geschmacksprofil aufweist und Weine mit toller Säure und großer Eleganz hervorbringt.

In Zusammenarbeit mit dem Team von Equipo Navazos hat Niepoort diesen hervorragenden Weißwein produziert. Er wird zu 100% aus der Rebsorte Palomino Fino hergestellt, die Trauben stammen von einer historischen Lage in der spanischen Region Jerez de la Frontera. Der Wein wurde nach den strengen Kriterien einer über 200 Jahre alten Vinifikationsmethode gekeltert. Die Trauben gären dabei in älteren Holzfässern („Botas“) und unter Einsatz von ausschließlich weinbergseigenen Hefen. Der Wein reift vier bis fünf Monate lang ohne Temperaturregelung und unter Hefeflor. Wie von Niepoort gewohnt, vereinen sich auch bei diesem hervorragenden und einzigartigen Wein Tradition mit Zukunft.

Telmo Rodriguez ist ein bekannter spanischer Produzent, der in verschiedenen Regionen Spaniens große Erfahrung sammeln konnte. OmLet ist das Resultat von Telmos Interesse, einen Wein in Portugal – insbesondere in der Douro-Region – zu produzieren und unserer unaufhörlichen Suche nach unterschiedlichen Ansätzen in verschiedenen Terroirs. Die Idee hinter diesem Wein war es, die von Telmo bevorzugte sanfte Technik der Weinbereitung zu respektieren. Aus diesem Grund verwendeten wir hier Trauben von zwei alten, hochgelegenen und ostwärts ausgerichteten Weinbergen im Tal von Covas.

Die Geschichte hat uns gezeigt, dass die Dão-Region zu jenen Orten gehört, die die Menschen seit jeher als für die Erzeugung großer Weine außerkoren betrachten. Obwohl die Region ihr Potential für ausgezeichnete, lagerfähige Weiß- und Rotweine bereits bewiesen hat, bleibt sie dem Rampenlicht weiterhin fern.


Es ist aber auch eine Region, die ihr Erbe aus alten Weinbergen mit einheimischen, meist vergessenen Rebsorten, nach und nach zerstört. Diese Weinberge verschwinden allmählich - mit ihren Besitzern.


António Madeira, ein Franzose portugiesischer Abstammung, hat seine Wurzeln am Fuße der Serra da Estrela. António ist davon überzeugt, dass in diesem Hochland das Herzstück des Dão liegt, ein Gebiet, das großes Potential für lagerfähige Weine besitzt, die delikat, frisch, straff und mineralisch ausfallen.


Seit 2010 erforscht António Madeira in diesem Teil der Region jene Lagen, die unsere Vorfahren als für den Weinbau am geeignetsten bestimmt haben, solche, die wir als „Grands Crus des Dão-Hochlands“ nennen könnten. Er fand eine Reihe von alten Weinbergen, die sich durch die Ursprünglichkeit ihrer Rebsorten, durch die Eigenschaften und Nuancen ihrer Granitböden und durch ihre Ausrichtung zur Sonne besonders hervorheben.


Raul Perez ist ein Mann voller Kontraste. Neugierig. Höflich. Nachdenklich. Gesellig. Er nimmt sich selbst nicht allzu ernst, seine Arbeit dafür umso mehr. Es kommt ihm darauf an, die Dinge richtig zu machen, aber er hat keine Angst vor dem Scheitern. Er glaubt daran, dass der Wein im Weinberg entsteht, aber er lässt keine von vielen Strategien unversucht, um die „Stimme“ des Weinbergs zu finden.

Als Weinproduzent ist es die Aufgabe von Raul, das volle Potential des Terroirs, mit dem er arbeitet, auszuschöpfen. Es gibt viele talentierte Winzer, die mit Wein aufwuchsen, die innovativ denken und die sich intensiv mit dem Studium der Weine der Welt und ihrer Produktion befassen. Raul hat all dies und mehr: eine unheimliche Gabe, genau zu wissen, was ein Weinberg braucht und wie er die Trauben im Keller behandeln muss, um seinen bestmöglichen Ausdruck zu erreichen.

Aus der Freundschaft mit Dirk und Luís entstand der Ultreia, der sowohl die Douro-Region als auch Rauls Charakter zum Ausdruck bringt.

Der Douro Ultreia wurde in den Jahren 2008 und 2009 produziert.

Im Februar 2009 erstanden João Afonso und seine Familie eine kleine, 6 Hektar große Quinta im Naturschutzgebiet der Serra de São Mamede inmitten des Amphitheaters beim Dorf Reguengo. Die Quinta liegt auf eine Höhe von 600 Meter, mit Blick gegen Süden und auf den Alentejo soweit das Auge reicht. Das Grundstück beinhaltet 3,9 Hektar mit sehr alten Reben (die bereits 1932 existierten) in Parzellen mit weißen (16 an der Zahl) und roten Rebsorten (12 verschiedene), die allesamt mit Olivenbäumen durchmischt sind – diese Tatsache verhindert, dass der Wein als „Alentejo DOC“ bezeichnet werden darf.

Mit dem Kauf der Quinta entstand auch die Idee, in alte Zeiten zurückzukehren: „Landwein“ zu machen und ihn im Lande zu verkaufen. Zugleich war es jedoch auch notwendig, das seit dem Jahr 2002 verfallene Grundstück wieder instand zu setzen.

Im Zuge dessen entstand ein Öko-Tourismus-Projekt mit dem Ziel, ein Konzept für traditionelle und gemeinschaftliche Landwirtschaft zu erstellen sowie die alten Rebflächen wieder zu restaurieren (einschließlich der Umpflanzung von Reben) und mit Setzlingen der alten Reben neue Flächen zu bepflanzen. Zu den 3,9 Hektar kamen 0,6 hinzu. Die neue Rebfläche ist nun mit einer Klonenselektion von rein autochthonen Rebsorten bestockt, von denen einige aus den Weinbergen verschwunden waren und/oder im Rebsortenverzeichnis des nationalen Weininstituts fehlten. Zusätzlich wurden jeweils 4 neue weiße und 4 neue rote Rebsorten ausgepflanzt.

Biodiversität und Ökologie sind die Antriebsfedern des Projekts: die Landwirtschaft wird derzeit biologisch (von Ecocert zertifiziert) betrieben und soll innerhalb von 3 Jahren auf 100% biodynamische Bewirtschaftung umgestellt werden. Die gesamte landwirtschaftliche Arbeit – die Bewirtschaftung und Erhaltung der Böden und Pflanzen – wird händisch verrichtet.

Vítor Claro ist einer der großen portugiesischen Küchenchefs und zweifellos einer, der dem Wein große Hingabe und Sorgfalt widmet. Im Jahr 2010 traf Vítor Claro die mutige Entscheidung, selbst als Weinproduzent tätig zu werden. Die Einzigartigkeit seiner Weine und ihr einmaliges gastronomisches Profil haben uns dazu bewogen, ihn beim Vertrieb dieser limitierten Weine zu unterstützen.

„Die Region von Portalegre hat mich schon immer fasziniert, weil sie ein ganz besonderer, für den Alentejo ungewöhnlicher Landstrich ist. Nachdem ich einige Weine aus dieser Region probierte, die mich begeisterten, wollte es das Schicksal, dass eine Freundin Weinberge ihrer Familie in der Serra de S. Mamede besaß. Nach langem Suchen fand ich endlich zwei Grundstücke mit sehr alten Reben, die vom selben Bauer bewirtschaftet wurden (angeblich bezeichnete bereits dessen Großvater diese Rebflächen als „alt“). Die Idee, die dem Dominó zugrunde liegt, ist, die Reben nach Parzellen getrennt zu vinifizieren, damit der mannigfaltige Charakter der schönen Region von Portalegre zum Ausdruck kommt.“, meint Vítor Claro.

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