Highlights

Das alte Museum im Vale de Mendiz wurde von Niepoort im Jahr 2003 gekauft und in ein Weinbereitungszentrum ausschließlich für Niepoort-Portweine umfunktioniert. Die Trennung in zwei verschiedene Weinbereitungszentren wurde bewusst vollzogen. Dadurch können die Arbeitsprozesse auf einen bestimmten Weintyp - Portwein oder Douro-Wein – abgestimmt und somit optimiert werden.

Die QUINTA DE NÁPOLES umfasst etwa 30 Hektar Rebfläche. Die Reben liegen auf Höhen von 180 bis 250 Meter und sind zwischen 26 und 80 Jahre alt, teilweise noch älter. Auf dieser am linken Ufer des Flusses Têdo liegenden Quinta werden Niepoorts Rot, Weiß- und Roséweine erzeugt. 2007 wurde der Bau der neuen Weinkellerei abgeschlossen, einer unterirdischen, dem Wein gewidmeten „Kathedrale“, die in die Weinterrassen integriert ist.

Mit dem Erwerb der Quinta de Baixo im Dezember 2012 beschloss Dirk Niepoort, das gesamte Projekt auf biodynamischen Anbau umzustellen. Für die Unterstützung bei diesem Prozess wurde eine Partnerschaft mit Andrew und Kati Lorand eingegangen. Das Paar lebt nun auf der Quinta und nimmt die Herausforderung wahr, Arbeitsprozesse und Denkweisen zu verändern.

Bairrada

Der Winter 2016/2017 in der Region Bairrada war sehr trocken, im Frühling gab es Ende April – Anfang Mai etwas Niederschlag und der Sommer war wieder sehr trocken. Dank der geringen Feuchtigkeit war keinerlei Krankheitsdruck vorhanden, somit waren Behandlungen in den Weinbergen kaum notwendig. Die extreme Trockenheit und die große Hitze führten jedoch zu einer sehr frühen Traubenreife. Die Ernte begann somit etwa 3 Wochen früher als im Vorjahr: sie startete am 17. August und endete am 19. September.

2017 war ein guter Jahrgang: die Weine zeigen kräftigere Farbe und höhere Alkoholwerte, jedoch mit sehr ausgewogener Säure. So konnten Frische und Eleganz erhalten bleiben, die für die Weine der Quinta de Baixo so charakteristisch sind.

Dão

2017 war ein trockenes Jahr. Dank der geringen Feuchtigkeit war keinerlei Krankheitsdruck vorhanden, somit waren Behandlungen in den Weinbergen kaum notwendig. Die extreme Trockenheit und die große Hitze führten jedoch zu einer frühen Traubenreife. Die Ernte begann etwa 2 Wochen früher als im Vorjahr: sie startete am 30. August und endete am 22. September.

2017 war ein guter Jahrgang: die Weine zeigen kräftigere Farbe und höhere Alkoholwerte, jedoch mit sehr ausgewogener Säure, sodass Frische und Eleganz erhalten bleiben. Die Gärungen verliefen ruhig und die Weine reifen derzeit in alten Holzfässern.

Quinta de Nápoles

2016 war im Douro-Tal ein extrem untypischer Jahrgang. Der Winter war sehr streng und niederschlagsreich und führte zu einer Wasserversorgung des Bodens, die weit über dem Durchschnitt lag. Dazu gesellte sich ein Frühling mit konstant niedrigen Temperaturwerten und somit ungünstigen Bedingungen für Blüte und Befruchtung, was sich auch auf die Entwicklung der Trauben und des Ertrags auswirkte. Die Monate Juli und August brachten hohe Durschnittstemperaturen, wohingegen im September im Durschnitt lediglich 21,7 °C verzeichnet wurden.

Die Lese begann am 18. August und endete am 28. September. Aufgrund der großen Hitze litten einige Weingärten – im Douro-Tal nicht unüblich – unter Wasserstress, was den Reifeverlauf beeinträchtigte. Der Regen am 13. September kam jedoch wie gerufen, um die Reife in normale Bahnen zu lenken. Die höher gelegenen und nördlich ausgerichteten Lagen wurden als erste geerntet.

Schlussendlich konnten wir Trauben in perfektem Reifezustand ernten, die moderate Alkoholwerte sowie lebendige und frische Säure aufwiesen.

Das Jahr 2016 brachte im Vergleich zu den Vorjahren einen um 25 % geringeren Ertrag. Das Traubenmaterial glänzte jedoch mit hoher Qualität, mit dicken Traubenschalen und reifen Kernen. Die bereits vergorenen und im Ausbau befindlichen Weine zeigen bereits eine wunderbare Komplexität.

Vale de Mendiz

Nach einer bis in den Juli hinein ziemlich feuchten und relativ kühlen Vegetationsphase schien es so, als würden wir eine späte Lese haben. Ende Juli und der August waren jedoch sehr trocken und heiß, sodass der Reiferückstand aufgeholt werden konnte. Die Ernte im Vale de Mendiz begann am 12. September, doch war der Reifeverlauf in sämtlichen Weingärten recht heterogen. Aufgrund schwerer Regenfälle am 13. September musste die Ernte unterbrochen werden. Dadurch konnte die Traubenreife jedoch über die folgenden Wochen vollendet werden.

Die Ernte schritt danach unter guten Bedingungen mit kühlen Nächten voran. Die letzten Trauben im Vale de Mendiz wurden am 14. Oktober gelesen. Aufgrund von Mehltau verzeichneten wir in der Region einen um 30 % geringeren Ertrag, doch dieser erbrachte gemeinsam mit den guten Wetterbedingungen eine höhere Konzentration in den Trauben. Die letzte Phase der Ernte bescherte uns somit schönes Material für Portweine und zu Beginn konnten wir einige vielversprechende Chargen für den Charme ernten. Die Erweiterung der Kellergebäude im Vale de Mendiz und die deutlich verbesserten Bedingungen für das gesamte Team trugen zum reibungslosen Ablauf der Traubenverarbeitung bei.

Nicholas Delaforce, Vale de Mendiz, 18.10.2016

Bairrada

Der Winter 2015/2016 war mild recht trocken. Im Gegensatz dazu brachten die Monate April und Mai erhöhte Niederschläge, was sorgfältige und genaue Weingartenarbeit erforderlich machte.

Ab Juni stiegen die Temperaturen wieder an und ermöglichten einen ausgewogenen Reifeverlauf.

Anfang August führte wir Reifekontrollen durch und stellten fest, dass die Reife im Vergleich zu den Vorjahren im Rückstand war. Wir beschlossen, am 6. September mit der Ernte zu beginnen, eine Woche später als im Jahr 2015.

Die Ernte endete am 28. September und die Erträge waren um etwa 30 % niedriger als im Vorjahr.

Wir schätzen das Jahr 2016 als sehr guten Jahrgang ein, mit hervorragender Säurestruktur und Alkoholwerten zwischen 11,5 % und 12,5 % vol. Alles deutet darauf hin, dass wir feine, elegante und farbkräftige Weine erhalten werden.

Dão

Der Jahrgang 2016 war einer mit einem mildem Winter und regenreichem Frühling, wobei die Niederschläge bis Mitte Juni andauerten. Durch die hohe Feuchtigkeit waren die Reben somit einem höheren Krankheitsdruck ausgesetzt. Dank der biodynamischen Bewirtschaftung konnten wir die Weingärten jedoch vor Krankheitsbefall bewahren.

Anfang August führte wir Reifekontrollen durch und stellten fest, dass die Reife im Vergleich zu den Vorjahren im Rückstand war. Wir beschlossen, am 12. September mit der Ernte zu beginnen, zwei Wochen später als im Jahr 2015.

Die Ernte dauerte bis zum 4. Oktober, wobei Regenfälle ausblieben und die Trauben gesund waren und mit hervorragender Konzentration glänzten.

Wir schätzen das Jahr 2016 als sehr guten Jahrgang ein, mit hervorragender Säurestruktur und Alkoholwerten zwischen 11,5 % und 12,5 % vol. Alles deutet darauf hin, dass wir feine, elegante und farbkräftige Weine erhalten werden.

Quinta de Nápoles

Die klimatischen Bedingungen des Jahrgangs 2015 waren sehr günstig. Es gab viel Sonne, Wärme und nur niedrige Luftfeuchtigkeit, was ein homogenes Wachstum der Pflanzen ermöglichte.

Im Winter fiel ab dem Monat März Regen und sorgte so für das Auffüllen eines großen Teils der Wasserreserven im Boden. Das Frühjahr begann mit hohen Durchschnittstemperaturen und einige Niederschläge ermöglichten eine gute Feuchtigkeitsversorgung und einen ausgewogenen Austrieb. Nach der Blüte im Mai begann im Juli der Farbumschlag, der weitgehend homogen und etwa zwei Wochen früher als im Vorjahr verlief.

Eine der Besonderheiten dieses Jahrgangs war die Fähigkeit der Weinberge, das Feuchtigkeitsniveau während der Reifephase zu halten. Gegen Ende August und Anfang September zeigten sich die Grundblätter noch grün und feucht und die Beeren voll mit einer dicken, festen Haut. Die ausgewogenen Moste, die weichen Tannine und die intensive Farbe lassen ein außergewöhnliches Jahr für Douro DOC-Weine erwarten.

Carlos Raposo, Tedo, 16.9.2015

Vale de Mendiz

Nach einem heißen Juli und August begann die Ernte im Vale de Mendiz am 28. August und damit sehr früh. Die ersten gelesenen Trauben aus den kühleren, nördlich ausgerichteten Weinbergen im Bereich des Vale de Mendiz sind für den Charme und für Portwein bestimmt. Die klassischen, wärmer gelegenen und für Portwein vorgesehenen Weinberge zeigten einen gewissen Hitzestress, doch mit dem Anbruch von kühleren Nächten verlief die Reifung in den ersten Septemberwochen unter günstigen Bedingungen: Das Ergebnis sind farbenprächtige Weine mit festen Tanninen. Am 15. September fiel ein heftiger Regen, der die Weinlese unterbrach, es wird jedoch erwartet, dass sich das Wetter innerhalb weniger Tage bessert und die Weinlese unter einwandfreien Bedingungen beendet werden kann. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die wichtigsten Weinlagen bereits gelesen, obwohl sie nur 40% der Gesamtmenge ausmachen. Noch müssen wir abwarten, aber das Jahr scheint vielversprechend!

Nick Delaforce, Vale de Mendiz, 16.9.2015

Quinta de Baixo

Der Winter 2014/2015 war mild und mit wenig Regen, doch im Frühling fielen in den Monaten April und Mai hohe Niederschlagsmengen, die sorgfältige und gewissenhafte Eingriffe im Weinberg erforderten.

Die hohen Temperaturen in den darauffolgenden Monaten ermöglichten jedoch eine ausgewogene Reifung der Trauben.

Die Reifekontrolle Anfang August 2015 bestätigte die Annahme, dass es ein frühes Jahr werden würde. Die Ernte begann am 25. August, eine Woche früher als im Vorjahr, und endete am 14. September. Die Erntemenge war um etwa 20% höher als im Vorjahr.

In diesem Jahr erwarten wir Weine mit einem ausgewogenen Profil, großer Frische und niedrigeren Alkoholgehalten.

Dão

Der Winter 2014/2015 war mild, mit wenig Niederschlag. Von Frühlingsbeginn bis zur Mitte des Sommers erzeugten die niedrige Luftfeuchtigkeit und die Hitze einigen Stress in den Weingärten, die dieses in der Dão-Region sehr trockene Jahr allerdings gut gemeistert haben.

Die Reifekontrolle Anfang August zeigte, dass 2015 ein frühes Jahr werden würde. Die Ernte begann am 31. August und damit eine Woche früher als im Vorjahr.

Leseschluss war am 15. September, die Erntemenge war im Vergleich zu 2014 um etwa 40% höher.

Die Weine weisen ausgezeichnete Säurewerte auf und Alkoholgradationen zwischen 11,5 und 12,5% vol. Dieses Weinjahr lässt feine, elegante und langlebige Weine erwarten.

Harvest Report 2015

Quinta de Nápoles

Auf der Quinta de Nápoles war 2014 ein Jahrgang mit geringerer Quantität, aber hoher Qualität.

Die im Vergleich zum Vorjahr um 20% geringere Erntemenge war nicht nur dem Pflanzenschutzaufwand geschuldet, sondern auch der Verrieselung - jener natürlichen Selektion, die sich sowohl physiologisch als auch bei bestimmten klimatischen Bedingungen negativ auf den Fruchtansatz der Blüten auswirkt. Aufgrund der großen Wasserreserven, die sich im Winter und Frühjahr angesammelt hatten, deutete alles auf ein frühes Jahr hin. Die Reifephase setzte dann auch bald ein und führte zu einer frühen Lese, die am 19. August mit Pinot Noir begann, gefolgt von der Sorte Bastardo.

Am 7. September fiel 8 mm Regen, was dem Reifeverlauf in weniger frischen Lagen zugute kam. Wie zuvor prognostiziert, war der September der nasseste der letzten 80 Jahre. Die Weinlese auf der Quinta de Nápoles fand deshalb größtenteils in der Schönwetterperiode zwischen dem 7. und dem 21. September statt.

2014 wird zweifellos ein großes Jahr für Weißweine, mit einer außergewöhnlichen Frische, Mineralität und Präzision. Die Rotweine zeigen eine sehr gute Balance, tolle Frische und saubere, aromatische Frucht. Obwohl es noch etwas vorzeitig ist, glauben wir, dass 2014 ein Jahr von außergewöhnlicher Qualität wird, mit Weinen, die die frischere Seite der Region zeigen werden.

Quinta de Nápoles 2014

Vale de Mendiz

Das Wetter des Jahrgangs 2014 wird durch seine Unbeständigkeit in Erinnerung bleiben, insbesondere im letzten Reifestadium und während der Ernte selbst. Wenn es Ende August geregnet hätte, und der September trocken und mild verlaufen wäre, wären fantastische Portweine entstanden; dies war jedoch nicht der Fall. Obwohl es mitten in der Ernte zu regnen anfing, sind wir der Meinung, dass dank dem geringen Ertrag und der niedrigeren Alkoholausbeute dieses Jahrgangs im Vale de Mendiz frische Weine mit lebendiger Säure (im Stile Niepoorts) und schöner Farbe produziert werden konnten.

Die Ernte im Vale de Mendiz begann früh, am 1. September. Gelesen wurden vor allem Trauben von Weinbergen, die die Grundlage für den Wein Charme sowie für einige ausgezeichnete, elegante Portweine bilden. Der erste Lagar von der „Vinha da Pisca“ wurde am 12. September gelesen: Die sehr schöne Farbe war bereits im Lagar selbst sichtbar und der Wein zeigte nach dem Zusetzen von Alkohol große Finesse. Die Portweine aus alten Reben in Síbio und Bragão präsentieren sich ebenso erstaunlich – sie wurden vom Regen verschont. Die letzten Trauben wurden am 2. Oktober gelesen und aufgrund des geringen Ertrags konnte die Lese früh beendet werden.

Insgesamt wurden einige exzellente Weine ganz im Stile Niepoorts produziert. Der Vorteil des frühen Erntebeginns lag sicherlich daran, dass die meisten Weine dadurch nicht durch den Regen betroffen worden waren. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Weine in den kommenden Monaten entwickeln.

Vale de Mendiz 2014

Quinta de Baixo

Wie bereits im Jahr 2013, war auch dieser Winter in der Bairrada-Region streng, lang und niederschlagsreich. Einem fast nicht existenten Frühling folgte ein milder Sommer mit Temperaturen um die 30° C. Dies steigerte den Krankheitsdruck und erschwerte den Reifefortschritt.

Die Reifekontrolle in den Weinbergen begann, wie üblich, Mitte August, indem die Beeren verkostet und die Gesundheit der Trauben überprüft wurde.

Die Ernte der Weißweintrauben begann am 28. August unter ausgezeichneten Wetterbedingungen mit milden und trockenen Tagen. Vom 10. Bis zum 16. September unterbrachen schwere Niederschläge den Verlauf der Ernte, die anschließend mit der Lese der Rotweintrauben fortgesetzt wurde. Um die aufgrund des starken Regens drohende Fäulnis zu verhindern, musste die Ernte beschleunigt werden – sie endete am 23. September. Das Jahr war ein schwieriges, doch wurden gute Säurewerte und Alkoholgehalte zwischen 11,5 und 12,5% vol. erreicht. Dies trug zur Finesse und Eleganz der gekelterten Weine bei, die zudem über ausgezeichnetes Potential verfügen.

Quinta de Baixo 2014

Dão

2014 war der erste Jahrgang Niepoorts in der Dão-Region.

Die zwischen zwei Bergketten liegende, zweihundert Jahre alte Quinta da Lomba in Gouveia wurde von Niepoort Anfang dieses Jahres erworben. Mit einigen Mühen und Einsatz wurde der Keller wieder instand gesetzt und die Weinberge in Ordnung gebracht. Am Ende der Vegetationsperiode zeigten sich die Trauben in ausgezeichnetem Gesundheitszustand und mit perfekter Reife.

Im Gegensatz zu anderen Regionen hat es im Dão nicht viel geregnet. Es gab einige Wochen mit heißem Wetter, trockenen Nächten und sonnigen Morgen, vorzüglichen Bedingungen also für den Beginn der Ernte, die mit den Weißweintrauben am 10. September begann, gefolgt von den roten am 22. September. Die Ernte war kurz, fand unter idealen Wetterbedingungen statt und wurde am 27. September beendet.

Dão 2014

Quinta de Nápoles

Mit Ausnahme der Monate Dezember und Januar war das Weinjahr 2013 kühler als der Durchschnitt der letzten 30 Jahre. Der Regen, der während des Winters und im Frühjahr fiel, war wichtig, um die Bodenfeuchtigkeit nach mehreren sehr trockenen Wintern wiederherzustellen. Allein im Januar wurden auf der Quinta de Nápoles Niederschlagsmengen von 121 mm gemessen. Das Wetter in den Monaten April, Mai und Juni hatte aufgrund des anhaltenden Regens und der niedrigen Temperaturen große Auswirkungen auf den vegetativen Zyklus und verzögerte diesen um ca. 2 Wochen.

Die Temperaturen stiegen ab 21. Juni plötzlich an und blieben bis Anfang September relativ hoch. Die Ernte begann früher als üblich, am 19. August, um gute Säurewerte sicherzustellen und zu hohe Alkoholgehalte zu vermeiden. Die Erntemenge lag um 25% höher als im Vorjahr.

Die Entscheidung, die Ernte etwas früher zu beginnen erwies sich als richtig, da somit alle wichtigen Weinberge abgeerntet waren, bevor am 27. September starker Regen einsetzte.

Sowohl Weiß- als auch Rotweine zeigen sich sehr ausgewogen, mit viel Frische und guter Konzentration. Die Rotweine zeigen tiefe, satte Farben und versprechen einen Jahrgang von großer Qualität.

Vale de Mendiz

Der Winter 2012/2013 konnte die Wasserreserven nach mehreren sehr trockenen Wintern wiederherstellen. Die Niederschläge setzten sich im Frühjahr fort, und im März fiel sogar die höchste Niederschlagsmenge in 50 Jahren. Die Regenmenge in der Subregion des Cima Corgo von November bis Ende Juli (564 mm) lag 1% über dem Durchschnitt der letzten Jahrzehnte. Diese relativ hohen Niederschläge und die niedrigen Temperaturen (im Marão-Gebirge schneite es im Mai!) führten zu einer deutlichen Verzögerung des gesamten vegetativen Zyklus.

Die Temperaturen stiegen ab dem 21. Juni plötzlich an und so blieb es bis Anfang September, mit Gewittern und etwas Regen in der Nacht vom 4.-5. September.

Das extrem heiße Wetter führte dazu, dass einige der mehr exponierten Trauben unter Sonnenbrand litten. Die Ernte begann am 12. September unter perfekten Wetterbedingungen, und die letzten Trauben von der „Vinha da Pisca“ erreichten den Keller am 26. September, kurz bevor am 27. September heftiger Regen einsetzte. Das Wetter besserte sich erst ab dem 3. Oktober, als der Himmel wieder aufklarte. Die Ernte dauerte länger als im Jahr 2012.

Die Entscheidung, die Ernte etwas früher zu beginnen erwies sich somit als richtig, da alle wichtigen Weinberge abgeerntet waren, bevor der Regen am 27. September einsetzte.

Im Verlauf der Lese sah man, dass der potentielle Alkoholgehalt selbst bei den mehr exponierten Reben nicht zu hoch ausfiel und überreife Trauben für Portweine vermieden werden konnten - diese präsentieren sich frisch und elegant. Zum jetzigen Zeitpunkt präsentieren sich alle für den Bioma bestimmten Chargen der Vinha da Pisca beeindruckend und werden zweifellos von den kommenden Wintermonaten profitieren.

Quinta de Baixo

2013 war auf der Quinta de Baixo ein Jahr der großen Veränderungen. Der Winter war sehr kalt, lang und niederschlagsreich. Einem fast nicht existenten Frühling folgte ein heißer Sommer mit Temperaturen, die häufig bei 40° C lagen. Die Ernte begann am 2. September und trotz der relativen Reifeverzögerung erholten sich die Trauben gut und zeigten sich in einem sehr guten Gesundheitszustand. Die Ernte wurde bei außergewöhnlichen Wetterbedingungen fortgesetzt, mit großen Temperaturschwankungen und ohne jeglichen Regen.

Die Lese ging am 25. September zu Ende, einen Tag, bevor es 4 Tage lang ohne Unterbrechung zu regnen begann. Die Weine weisen optimale Säurewerte auf und Alkoholgradationen zwischen 11,5 und 12,5% vol. weshalb 2013 auf der Quinta de Baixo und in der gesamten Bairrada-Region ein Jahrgang mit tollen Qualitäten werden sollte.

2012 war ein sehr trockenes Jahr, im Winter und Frühjahr fast gänzlich ohne Regen. Der Austrieb erfolgte daher 15 Tage später als im Vorjahr und der gesamte Vegetationszyklus geriet in Rückstand. Der Sommer war nicht so heiß wie gewohnt und die Nächte in den letzten 2 Augustwochen recht kühl. Der Ertrag fiel aufgrund der mangelnden Bodenfeuchtigkeit und etwas Regen während der Blüte geringer aus, die Trauben und Beeren waren daher im Vergleich zum Vorjahr um 20% bis 30% kleiner als üblich. Die Ernte begann Anfang September. Bei den älteren Reben war der Reifeverlauf sehr gleichmäßig, mit guten Zuckerwerten und einem relativ hohen Gehalt an Äpfelsäure, die dem Wein gute pH-Werte beschert, obwohl die Gesamtsäure niedriger als im Vorjahr war. Die Rotweine zeigen eine schöne Farbe, gute Konzentration und sind sehr frisch und ausgewogen. Die Weißweine haben eine gute Säure bei geringerem Alkoholgehalt.

Der Wachstumszyklus startete in diesem Jahr sehr früh, mit einem ungewöhnlich zeitigen Austrieb im März, gefolgt von einem heißen und trockenen April. Der hohe Krankheitsdruck zog sich über den gesamten Zyklus: Einige Weinberge des „Baixo Corgo“ wurden dabei besonders stark von Mehltau und Schwarzfäule in Mitleidenschaft gezogen. Der Juni war sehr heiß, sodass einige Trauben einschrumpften, vor allem in Weinbergen mit hohem Anteil an Tinta Barroca. Der Monat Juli war hingegen ziemlich kühl, und obwohl der August wie gewöhnlich sehr heiß begann, sanken die Tages- und Nachttemperaturen ab dem 19. deutlich ab. Zwischen dem 21. und 22. August gab es mit weniger als 20 mm etwas Niederschlag, der die Reife genau zur richtigen Zeit etwas verzögerte und das Einschrumpfen der Beeren vermied. Der Regen in den ersten beiden Septembertagen führte zu einer langsameren Ernte, die Tagestemperaturen stiegen ab dem 4. September wieder an und blieben bis zum Monatsende hoch.

Die Ernte begann in diesem Jahr sehr früh: Bereits am 22. August wurden Rotweintrauben auf der Quinta de Nápoles gelesen. Obwohl die Lese noch nie so früh begonnen hatte, zeigten alle Weine eine gute Balance, hohe Zuckergrade und hohe Säure sowie gute Konzentration und intensive Farbe. Die kühlen Nächte sorgten bei allen Weinen für frische Fruchtaromen und langsame Gärungen, die eine sanfte Extraktion ermöglichten. Ab Mitte September stieg der Zuckergehalt der Trauben sehr schnell, sodass die Lese beschleunigt werden musste. Für einige Weine haben wir einen höheren Prozentsatz von Kämmen verwendet.

Ähnlich wie in 2010, war der Reifeverlauf bei weißen und roten Trauben unterschiedlich. Die Ernte der Weißweintrauben begann am 29. August, bei guten Säurewerten und bis zuletzt relativ niedrigen Zuckergraden. Alle Weine zeigen fruchtbetonte und florale Aromen mit schöner Säure und Intensität.

Für die Portweine war 2011 ebenfalls ein sehr gutes Jahr mit geringem Ertrag, hervorragender Säure und toller Aromatik, allesamt perfekte Voraussetzungen für die Erzeugung toller Ports. Die Weine zeigen dunkle, intensive Farbtöne, eine feine und feste Tanninstruktur und vollmundigen Geschmack.

Einmal mehr zahlte es sich in einem derart heißen und ungewöhnlichen Jahr aus, dass wir beim Streben nach frischen und eleganteren Douro-Weinen auf unsere Weinberge in den höheren Lagen zurückgreifen konnten. Auf der anderen Seite präsentiert sich 2011 als klassisches Portweinjahr: Die Weine sind konzentriert, ausgewogen und haben ein vielversprechendes Lagerpotential.

Die Weinlese 2010 wird sicherlich nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Nach einem Winter mit viel Regen, der sich bis in den Frühling hinzog, folgte ein trockener und heißer Sommer ohne Niederschläge im August. Die Véraison begann sehr spät, in einigen Fällen zwei Wochen später als üblich. Jedoch beschleunigte die Augusthitze den Reifeprozess, sodass wir am 2. September mit der Lese beginnen mussten. Die Reifeunterschiede waren in diesem Jahr besonders ausgeprägt, sodass wir sehr genau selektieren mussten, welche Trauben bereits geerntet werden konnten und welche noch warten mussten. Im Vergleich zum Vorjahr mit seiner geringen Erntemenge fielen die Erträge diesmal deutlich höher aus. Im Allgemeinen stagnierte die Reifung bei den jungen Rebstöcken: Die Zuckergrade blieben niedrig und die Säurewerte sanken zugleich beträchtlich, ohne dass die Tannine richtig reif wurden. Bei den älteren Rebstöcken verlief die Reife ausgewogener. In vielen Fällen war die Reife der Reben auf den Nordhängen sogar weiter fortgeschritten als jene der Stöcke auf den heißeren Südhängen.

Die Weißweine zeigen viel Frische, sind aber weniger aromatisch als in den Vorjahren, bei relativ geringen Alkoholwerten. Bis in den Oktober (6.10.) ernteten wir Weißweine mit potenziellen 12% Alkohol und sehr guter Säure. Die Rotweine haben allesamt einen geringen Gehalt an Äpfelsäure, was eine sehr schnelle malolaktische Gärung fördert und bei einem Großteil der Weine eine Säurekorrektur notwendig macht. Sie besitzen alle eine gute Struktur und schöne Farbe, mit präsenten, aber nicht aggressiven Tanninen und lassen auf gutes Reifevermögen hoffen.

Im Allgemeinen sind wir mit der Weinlese 2010 zufrieden. Trotz der Schwierigkeiten bescherte sie uns Weine von sehr hoher Qualität, die zwar noch etwas unzugänglich sind, jedoch tolles Reifepotential besitzen.

Im Weinjahr 2008/2009 lag der Gesamtniederschlag unterhalb des Jahresdurchschnitts zwischen 1930 und 1960. Auf der Wetterstation Régua wurden 731,6 mm (14,6% weniger) und in Pinhão 527,2 mm (20% weniger) gemessen. Der niederschlagsreichste Monat war der Januar mit 132,2 mm in Pinhão und 197,2 mm in Régua. Andererseits waren die Durchschnittstemperaturen ähnlich wie in den oben genannten Jahrzehnten, allein der August war im Schnitt um 2° C wärmer. Dies ist umso bemerkenswerter, als die ersten elf Tage des Monats im Vergleich mit den üblichen Werten in der Region recht kühl waren.

Die Weinlese 2009 gestaltete sich aufgrund der hohen Temperaturen im August und September nicht einfach. Dabei war der neue Weinkeller mit seinem Fassungsvermögen ohne Zweifel eine wichtige Hilfe, denn so konnte die Ernte innerhalb kurzer Zeit über die Bühne gehen und die von einer Lese bei heißem Wetter resultierenden Probleme vermieden werden. Die Qualität der Weißweine übersteigt unsere Erwartungen und obwohl einige Rotweine weniger ausgewogen sind und höhere Alkoholgrade aufweisen, haben wir dennoch eine ordentliche Menge Trauben von guter Qualität gelesen, sodass wir alle Weine, die wir normalerweise erzeugen, auf die Flasche bringen können.

Im Weinjahr 2007/2008 (November 2007 bis Oktober 2008) lag der Gesamtniederschlag unterhalb des Jahresdurchschnitts zwischen 1930 und 1960. Auf der Wetterstation Régua wurden 671 mm (21% weniger) und in Pinhão 496 mm (24% weniger) gemessen. Der niederschlagsreichste Monat war der April mit 143 mm in Pinhão und 211 mm in Régua, gefolgt von den Monaten Januar und Mai. Andererseits lagen die Durchschnittstemperaturen unterhalb der Werte der oben genannten Jahrzehnte, insbesondere in Pinhão, wo die Temperaturen lediglich in den Monaten Januar und Februar die erwähnten Referenzwerte überstiegen.

Ähnlich wie im Vorjahr waren die Monate August und September trocken und die Niederschläge zwischen dem 4. und 6. und zwischen dem 21. und 22. September beeinträchtigten nicht die Qualität der Trauben, verzögerten jedoch etwas die Reife. Die Regenfälle am 7. Oktober beeinträchtigten hingegen die Qualität einiger Trauben, die aufgrund des Mehltaus aufplatzten und folglich durch Fäulnis betroffen wurden.

Die besonders kühlen Nächte im September trugen dazu bei, dass die roten Moste eine kompakte Farbe und intensive Aromen vorweisen konnten. Die weißen Moste zeigten besonders niedrige Alkoholgradationen und hohe Säurewerte.

Die Weinlese 2008 bescherte uns Weine von hoher Qualität, der durchschnittliche Ertrag fiel jedoch gering aus. Dies lag vor allem am Mehltau, der in diesem Jahr das größte Problem für die Weinberge darstellte. Die Zeit der Weinlese ist eine arbeitsreiche Zeit, aber mit dem neuen Weinkeller verläuft sie reibungsloser und ruhiger. Mit großen Traubenmengen, viel Regen und vielen Besuchern ist es eine Zeit mit wenig Schlaf und viel Aufregung. Wenn sie zu Ende ist, sind jedoch trotzdem alle etwas traurig. Auf jeden Fall ist die Lese der Höhepunkt des Jahres... Was die Rebsorten betrifft, so zeigte Tinta Roriz, die als eine der ersten reif wird und in nicht zu hohen Erntemengen gelesen wurde, besondere Konsistenz in der Tanninstruktur. Tinta Amarela aus trockeneren Parzellen zeigte große Frische und Eleganz. Touriga Nacional reift langsamer und ausgewogener, weshalb sich das Ergebnis insgesamt ausgewogener darstellte, ohne übertrieben aromatisch zu sein, was uns gut gefiel. Touriga Franca, die am meisten angebaute Rebsorte im Douro-Gebiet, zeigte stets besondere Eleganz und Frische. Die Bedingungen für die Weinlese waren optimal: Sie begann in den tiefer gelegenen und nach Süden/Westen ausgerichteten Zonen, danach folgten die höheren nach Norden/Osten ausgerichteten Lagen. Die Weißweine besitzen eine besondere Lebendigkeit und ihre Gärungen verliefen sehr regelmäßig, was ihrer aromatischen Frische in diesem Jahr zugute kam. 2008 ist, wie fast alle Jahre, ein ganz besonderer Jahrgang. Man kann sagen, dass dieses Jahr genau das Gegenteil eines typischen Jahres im Douro-Tal war. Im Einzelnen lag dies an den folgenden Gründen:

  • Es war ein sehr feuchtes Jahr mit viel Regen im Jahresverlauf;

  • Regen während der Blüte führte zu Verrieselung;

  • Im Allgemeinen große Probleme mit Peronospora und insbesondere mit echtem Mehltau;

  • Ein Sommer, der während der Weinlese sehr mild war, ohne die für das Douro-Tal typische Hitze in dieser Zeit;

  • Sehr kalte Nächte (bewahren die Säure im Wein);

  • Erste Regenfälle Anfang September zur richtigen Zeit und eine Regenperiode in der zweiten Septemberhälfte, die zwar zur falschen Zeit kam, jedoch rechtzeitig zu Ende war, bevor die Auswirkungen katastrophal hätten werden können (zwei Tage länger Regen wäre verheerend gewesen);

  • Rückblickend war es ein perfektes Jahr für die Art der Weine, die Niepoort gerne produziert. Wir konnten Weine mit sehr guter Konzentration erzeugen (die Erträge fielen insgesamt sehr gering aus, die Ausfälle im Douro-Tal betrugen 30% der Menge), geringem Alkoholgehalt und fantastischer Säure.

So unglaublich es scheinen mag, es war in unseren Augen auch ein großes Jahr für den Portwein. Großartige Farbe, intensive, körperreiche Weine (aber ohne Überreife) von seltener Schönheit und Eleganz mit kraftvollen Tanninen. Die Weinlese im Vale de Mendiz lief wie am Schnürchen und auch für den Charme scheint es ein fantastisches Jahr gewesen zu sein. Die Weißweine sind mit ihrer beispielhaften Ausgewogenheit perfekt.

Die Natur hat uns das Beste gegeben, nun liegt es an uns, es nicht zu zerstören.

Der Jahrgang 2007 bot für Niepoort viel Spannung. Nach mehreren Jahren mit sehr trockenen Wintern war das Landwirtschaftsjahr 2006/2007 anders. Die relativ hohen Niederschläge im Winter kamen äußerst gelegen, um die bereits knappen Wasserreserven wieder aufzufüllen. Der Regen, der im Monat Mai fiel, führte zu einem schwachen Fruchtansatz und die Feuchtigkeit zur unrechten Zeit, in den Monaten Juni und Juli, brachte in unbehandelten Weinbergen Ausbrüche von Mehltau mit sich. Aufgrund des kühlen Wetters im August war die Reife zu Anfang September noch etwas in Verzug, doch konnten die warmen Tage und kühlen Nächte die für den Abschluss der Reife Mitte September notwendigen Bedingungen wiederherstellen.

In der Heimstätte der Niepoorts im Vale de Mendiz, im Herzen des Douro, begann die Ernte am 14. September. Mit Ausnahme eines kurzen Gewitters am 16. September und leichten Niederschlägen am Ende des Monats fand die Ernte unter hervorragenden Wetterbedingungen statt. Die letzten Trauben erreichten den Keller am 15. Oktober. Die gärenden Moste zeigten dunkle Farben mit fantastischen Schattierungen von Purpur und eine ausgewogene Säure. Die Geschichten über große Ernteverluste in unbehandelten Weinbergen bewahrheiteten sich in unserem Fall nicht, und die Weingärten lieferten größtenteils gesunde Trauben. Da die Fruchtbildung zudem früher als üblich erfolgte, war es nicht notwendig, Trauben auszudünnen.

Im Allgemeinen war die Qualität der Portweine sehr hoch. Sie zeigten außergewöhnliche Charakteristika, insbesondere jene aus den alten Reben im Vale de Mendiz. Charme, ein Wein, dessen eleganter Stil in heißen Jahrgängen oft eine Herausforderung darstellt, profitierte von den kühleren Reifebedingungen, die ihm Frische und eine ausgewogene Säure bescherten und darüber hinaus Überreife verhinderten.

Quinta de Nápoles

Die Ernte 2007 war von einem außergewöhnlichen Jahrgangsverlauf geprägt. Nach den verregneten Monaten Oktober und November 2006, mit fast 40 mm Gesamtniederschlag, konnten die Wasserreserven in den Böden der Douro-Region wieder aufgefüllt werden. Obwohl es im Februar viel regnete, präsentierten sich die ersten Monate des Jahres 2007 sehr trocken. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge verteilte sich gleichmäßig über die Monate März und April, aber im Mai und besonders im Juni regnete es mitunter kräftig, vor allem am 14. und 16.6. Diese Wetterbedingungen führten in der gesamten Douro-Region zu erhöhtem Krankheitsdruck und nur durch sorgfältige Pflege der Weingärten war es den Bauern möglich, sie vor allem vor Mehltau zu schützen.

Die kühle Periode im August sowie das warme Wetter im September mit optimal kühlen Nächten ermöglichten in allen Weinbergen des Douro-Tals einen perfekten Reifeverlauf. Mit einer leichten Verzögerung begann die Ernte am 7. September und dauerte bis zum 12. Oktober sowohl für Rotwein- als auch Weißweintrauben. Der neue Weinkeller der Quinta de Nápoles war soeben fertig geworden. Obwohl der Jahrgang ursprünglich zu einer gewissen Unsicherheit beitrug, lief schließlich alles reibungslos über die Bühne - abgesehen von einem Gewitter am 16. September, das wegen der anstehenden Ernte etwas Sorgenfalten brachte.

Alle gärenden Moste zeigten fantastische purpurne Farben und eine erstaunliche Säure. Wie in anderen Jahren, haben Probleme aufgrund von Mehltau dazu beigetragen, dass einige Reben zwar geringeren Ertrag aber großartige Trauben hervorbrachten, was für diese perfekten Moste sicherlich mitentscheidend war.

Die Reife der weißen Trauben in den am höchsten gelegenen Weingärten verzögerte sich um eine bis zwei Wochen und ermöglichte damit bei fast allen Weinen einen potentiellen Alkoholgehalt von weniger als 13% sowie zufriedenstellende Säurewerte. Dies brachte uns sehr elegante und komplexe Weißweine mit tollem mineralischen Charakter.

Insgesamt war 2007 für Niepoort ein historischer Jahrgang, nicht nur weil es das erste Jahr in der neuen Kellerei war, sondern auch aufgrund seiner außergewöhnlichen Qualität, die nur ein- oder zweimal in einem Jahrzehnt möglich ist.

Im Vale de Mendiz wird das Jahr 2006 durch das gewaltige Hagelgewitter in Erinnerung bleiben, das Mitte Juni mit starkem Regen und riesigen Hagelkörnern über die Weinberge fegte. Es geschah innerhalb von einer knappen halben Stunde und verursachte erheblichen Schaden. Obwohl sich die Weinberge recht gut erholten, waren die Mengenverluste bei der Ernte deutlich zu spüren.

Der Jahrgang war wieder einmal sehr trocken und der Sommer relativ heiß; einige Regenschauer und hohe Temperaturen Mitte August, gefolgt von ungewöhnlich hohen Temperaturen Anfang September führten zu einer frühen Reife. Obwohl der Beginn der Weinlese für Mitte September geplant war, wurde der Termin auf den 9. desselben Monats vorverlegt, um überreife Trauben zu vermeiden. Die ersten zwei Erntewochen fanden bei sehr heißem Wetter statt, das auch in der Nacht kaum unter 20˚C abkühlte, was den Reifeprozess in den Weinbergen beeinträchtigte. Mit dem frühen Beginn der Lese waren die meisten Trauben gelesen, bevor es ab dem 21. September mehrere Tage lang zeitweise regnete, mit einem heftigen Wolkenbruch am 2. Oktober. Die letzten Trauben erreichten den Keller im Vale de Mendiz am 8. Oktober. Trotz ungünstiger Wetterbedingungen zeigte sich bei der Gärung der Moste eine gute Farbe und es wurden kleine Chargen sehr feiner Weine produziert. Analytisch gesehen, zeigten die Moste hohe pH-Werte, die erhebliche Säurekorrekturen nötig machten.

Es wird sehr interessant sein, die Weine im Frühjahr 2007 zu verkosten, wenn eine Gesamteinschätzung der Qualität des Jahrgangs getroffen werden kann.

Der heftige Sturm im Pinhão-Tal und Umgebung beschädigte den Großteil der für nicht verstärkte Douro-Weine bestimmten Weinberge kaum. Nach den drei letzten, sehr heißen und trockenen Jahren tat der Winter 2006 sehr gut: So wurden in seinem Gesamtverlauf in der Region Cima Corgo erhebliche Niederschläge von fast 380 mm gemessen. Während des gesamten Vegetationszyklus der Reben bis zur Reife war nicht nur der Frühling mit seiner hohen Luftfeuchtigkeit, die den Pilzdruck auf die Reben erhöhte, sehr warm. Auch der Sommer war sehr heiß, die Durchschnittstemperaturen betrugen 23,2˚C im Juni, 26,1˚C im Juli und 25,6˚C im August. Die wenigen Tage mit Niederschlag Mitte August waren für den Reifeprozess der Trauben von immenser Bedeutung, doch die ungewöhnlich hohen Temperaturen in der letzten Augustwoche und den ersten zwei Septemberwochen – nicht nur tagsüber, sondern auch nachts – zwangen uns zu einem frühzeitigem Erntestart am 4. September.

Die höher gelegenen und nördlich ausgerichteten Weinberge ergaben sehr ausgewogene Moste mit guten pH-Werten und Zuckergradationen. Der Großteil der Ernte fand vor den ersten Regenfällen am 21. September statt und konnte noch vor den schweren Regenfällen im Oktober beendet werden. Bei der gesamten Ernte wurde darauf geachtet, Überreife und zu starke Extraktion zu vermeiden. Die Gärungen verliefen langsam und bei nicht zu hohen Temperaturen. Das Ergebnis waren Rotweine mit guten Alkoholgehalten, ausgewogen und mit einer schönen Struktur, von denen einige ein ausgezeichnetes Potential zeigten. Ungewöhnlicher Weise waren die Alkoholwerte bei den Weißweinen nicht allzu hoch. Diese zeigten dezentere Aromen, unter denen mineralischen Noten vorherrschten. Diese Weine werden während des Ausbaus im Fass sicherlich interessant zu verkosten sein.

Die Ernte fand in diesem Jahr zwischen dem 7. September und 12. Oktober statt. Nach einem sehr trockenen und relativ kalten Winter waren die Niederschläge und folglich die Feuchtigkeit in der Vegetationsphase gering. Unter diesen Bedingungen gab es natürlich kaum Pilzkrankheiten im Weinberg. Ein sehr heißer Sommer setzte die Weinberge unter erheblichen Stress, besonders jene in niedrigeren Lagen und mit südlicher Ausrichtung. So waren einige Trauben eingeschrumpft und zeigten uneinheitliche Reife. Ein kleiner Regenguss Anfang September half den Trauben, ihren Reifeprozess zu Ende zu bringen. Die Ernte begann früh und die Keller auf der Quinta de Nápoles (wo Niepoorts nicht-verstärkte Weine produziert werden) und im Vale de Mendiz konnten sauberes Traubenmaterial empfangen. Am Lesetisch wurde eine sorgfältige Selektion durchgeführt und eingeschrumpfte Beeren entfernt. Das Wetter während der Ernte war wunderschön, ohne Regen, mit milden Tagen und kühlen Nächten. Noch in der Gärung zeigten die Weine eine tolle Farbe und wunderbare Aromen. Die Produktionsmenge war etwas höher als im Jahr 2004.

Quinta de Nápoles und Vale de Mendiz

Es wurden sehr feine und elegante Weine mit guter Säure und voller Charakter produziert, insbesondere von alten Weinbergen in den nördlicheren und höheren Lagen mit Ostausrichtung. Diese zeigten eine größere Frische.

Im Allgemeinen wird es erst nach dem biologischen Säureabbau möglich sein, einen vollständigen Überblick über die Weine zu bekommen, aber bis zu diesem Zeitpunkt präsentierten sie sich vielversprechend, konzentriert und ausgewogen, nachdem die Überreife, die in einem solchen Jahr zu erwarten wäre, vermieden werden konnte.

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